Bushido vs. Piratenpartei

Der deutsche Rapper und Schauspieler (Zeiten ändern dich)Bushido hat ein Mitglied der Piratenpartei abgemahnt, weil diese Personen anscheinend ein Lied über ein Netzwerk der Piratenpartei verbreitet hat. Über die Tatsache, wie sinnfrei es ist, Musik über ein Neztwerk der Piratenpartei zu verbreiten, die vehement versucht sich vom Image, der illegalen Filesharer zu lösen muss glaub ich nicht diskutiert werden.
Doch wer ist eigentlich dieser Bushido, der auf der einen Seite einen riesen Feldzug gegen illegales Filesharing führt und auf der anderen Seite selbst verklagt wurde, weil er Musik der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary unerlaubt kopiert hatte.
Bushido heißt mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi und wurde 1978 in Bonn geboren. Bushido ist Rapper, Schauspieler und Unternehmer. Er ist der Inhaber seines eigenen Musiklabels und einer Immobilienfirma. Man könnte also sagen, Bushido ist ein ziemlich erfolgreicher Geschäftsmann. Bushido ist der erfolgreichste deutsche Rapper und hat es wie niemand anders verstanden, den Kommerz auszunutzen. Was Bushido jedoch nie geschafft hat und wahrscheinlich nie gewollt hat, ist den Spirit von Rap Musik zu vermitteln und dabei authentisch zu sein. Das Bushido kommerziellen Erfolg hat, ist dabei jedoch nicht der Grund. Rapper wie zum Beispiel Eminem machen auch kommerzielle Musik und genießen trotzdem großen Respekt, in der Musikszene ihres Genres.
Die Tatsache, dass die Hip Hop Szene Bushido verachtet, wird oftmals nicht wahrgenommen. Bushido wird beispielsweise nie auf Festivals, wie dem Splashfestival oder den HipHopopen eingeladen. Bushido wiederum wird es ziemlich egal sein, ob er zu solchen Events gebucht wird oder nicht, weil er eh viel lieber zu the dome geht und wahrscheinlich 10 mal so viel Gage bekommt und vor seiner Bravo Fanbase performen kann. Als erfolgreicher Geschäftsmann ist es natürlich in Bushidos Interesse, sein Gewinn möglichst zu maximieren. Auf kurze Sicht ist es da natürlich raffiniert, die illegalen Filesharer möglichst zu melken. Auf lange Sicht wäre es aber vielleicht besser, die Downloader nicht zu melken und lieber mit den Gangstertexten zu verwirren und in die Konzerthallen zu lotsen. Hier muss man sich fragen, wie reagiert, der Bushido Fan, sobald er Post von Bushidos Anwalt bekommt. Ich glaube, der Teil der sich freut und denkt:“Cool Bushidos Anwalt schreibt mir“ ist relativ gering. Was ich mich jetzt aber Frage ist: Wie wird die Piratenpartei reagieren? Wird jetzt das Thema medienwirksam ausgeschlachtet? Kommt der Schuldige an den Pranger, um sich vom Filesharingimage zu lösen? Wird Bushido die neue Zensursula und damit das neue Feindbild der Piratenpartei?
Man kann sich nur wünschen, dass in Zeiten von Genderdiskussion, Kerni vs. Volli, Crew vs. KV, das Thema wieder etwas Zusammenhalt und das Schiff wieder auf GEMEINSAMEN Kurs bringt.

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One Response to Bushido vs. Piratenpartei

  1. Kucki says:

    Gerade mit dem letzten Satz sprichst Du mir aus der Seele: „Man kann sich nur wünschen, dass in Zeiten von Genderdiskussion, Kerni vs. Volli, Crew vs. KV, das Thema wieder etwas Zusammenhalt und das Schiff wieder auf GEMEINSAMEN Kurs bringt.“

    Weil mir ist es im Prinzip egal ob wir z.B Crews oder KVe haben. Es kommt auf unsere Inhalte an und wie wir die transportieren und dann auch letztendlich realisieren. Alles andere ist IMHO grosser Kindergarten.

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